
Von Norbert Lange
Entschleunigung ist eine achtsame Bewegung gegen das bisherige eigene, beschleunigte Verhalten - hin zu umfassender Wahrnehmung und angemessenem Handeln. „Weniger“ ist das Zauberwort.
Bleifuß, 200 km/h auf der Autobahn, Tunnelblick: Vor Ihnen ein LKW, dahinter ein Auto, das noch vor Ihnen an dem LKW vorbei will. Der vorausschauende Fahrer handelt angemessen, indem er frühzeitig den Fuß vom Gas nimmt, um das andere Auto vorbeizulassen. Der beschleunigte muss ganz stark auf die Bremse steigen und läuft durch diese schnelle, unachtsame Entschleunigung Gefahr, ins Schlingern zu geraten.
Uns passiert das nicht nur auf der Autobahn - auch beruflich wie privat stehen wir ständig in einem Spannungsfeld von „Schleunigungen“ - Beschleungungen, Abbremsungen und Schleudermanövern, deren Zahl und Heftigkeit durch umfassende Wahrnehmung und angemessenes Handeln verringert werden kann.

